Herman Van Veen

Herman Van Veen
Du weißt nicht was du siehst

Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das kennst du nicht,
was du nicht kennst, das weißt du nicht.

Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das weißt du nicht,
wer du nicht bist, den kennst du nicht.

Du siehst einen Mann, der ist so still
dass du denkst, dass er hohl ist,
während er ganz voll ist,
von Gerücht, von Mord, von Leid und Geschrei.
Noch liegt er schlaflos im Bett.
Den Kopf voll mit Angst und voll im KZ.
Du bist ein Mann, träumst vom Tod,
deine Welt sieht schwarz vor Reue.
Du denkst sie ist glücklich, die Frau,
die da unbesorgt geht mit dem Kind im Schoß
könntest du tauschen, du tauschtest mir ihr.
Aber die Frau trägt seit Monaten schon ein Krebsgeschwür.

Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht fühlst, das weißt du nicht,
was du nicht kennst, das frisst du nicht.

Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das weißt du nicht,
wer du nicht bist, den kennst du nicht.

Du kennst einen Mann, der das Weiße so liebt,
er tanzt auf dem Schachbrett der Erde.
Für ihn hat das Schwarze keinen einzigen Wert
und wenn unverhofft wieder ein Krieg beginnt,
dann wählt er Weiße, denn er weiß, was er tut.
Weiß ist die Erde, Rot ist das Blut.

Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das kennst du nicht,
was du nicht kennst, das weißt du nicht.
Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das weißt du nicht,
wer du nicht bist, den kennst du nicht.
Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht fühlst, das weißt du nicht,
was du nicht kennst, das frisst du nicht.
Du weißt nicht was du siehst,
du siehst nicht was du weißt,
was du lieber gern vergisst,
was du nicht siehst, das weißt du nicht,
wer du nicht bist, den kennst du nicht.

cycn

Toegevoegd door cycn op do 20 dec, 2007 9:41 pm

Sanderxx

Laatst bijgewerkt door Sanderxx op ma 25 jun, 2012 12:35 pm

Auteur: Hanneke Holzhaus, Thomas Woitkewitsch
Componist: Herman van Veen & Erik van der Wurff
Uitgever: Polydor
Uitgegeven in: 1993
Taal: Duits
Beschikbaar op: Ja (1993)

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