Wo ist die Zeit geblieben
Jahrfür Jahr für Jahr
träum' ich, daß ich lebe
oder ist es wahr
War das, woran ich glaubte
in Wirklichkeit nur Schein
hab ich zu lang geschlafen
und sah es nur nicht ein
Was früher mir vertraut war
wie meine eigne Hand
ist mir, der ich erwacht bin
auf einmal unbekannt
Hier wurde ich geboren
mit Liebe großgezogen
das Land ist fremd geworden
als wäre es gelogen
All die Kameraden
sind träge nun und alt
bebaut sind alle Felder
gerodet ist der Wald
Die mich von damals kenhen
sehn an mir vorbei
die Welt ist voller Kälte
und voller Heuchelei
Wieviel schöne Tage
hab ich hier erlebt
nichts ist mir geblieben
was mein Herz erhebt
Nichts stimmt mich mehr heiter
überall Verrat
nur der Fluß strömt weiten
wie er's immer tat.