Hänschen klein ging allein
in die weite Welt hinein.
Stock und Hut steh'n [/steht] ihm gut,
ist gar wohlgemut.
Aber [/Doch die] Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
läuft nach Haus geschwind.
[/“Wünsch' dir Glück”, sagt ihr Blick.
“Kehr' nur bald zurück!”]
Sieben Jahr' trüb und klar,
Hänschen in der Ferne war.
Da beeilt sich das Kind,
eilt nach Haus' geschwind.
Doch nun ist's kein Hänschen mehr,
nein, ein großer Hans ist er,
braungebrannt, Stirn und Hand,
wird er wohl erkannt?
Eins, zwei, drei, geh'n vorbei,
wissen nicht, wer das wohl sei,
Schwester spricht: ”Welch' Gesicht”,
kennt den Bruder nicht.
Kommt daher sein Mütterlein,
schaut ihm kaum ins Aug' hinein,
ruft sie schon “Hans, mein Sohn!
Grüß dich Gott, mein Sohn!”
Submitted by Musikuss at Sat 09 Dec, 2017 11:20 pm
Last updated by Musikuss at Sat 09 Dec, 2017 11:44 pm